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Rückblick: 7. Deutscher Hotelimmobilien-Kongress 2015

7. Deutscher Hotelimmobilien-Kongress - hcb - 2015
Beim 7. Deutschen Hotelimmobilien-Kongress am 25. und 26. Juni 2015 im Hotel Atlantic Kempinski drehte sich alles um Standorte, Marken und Konzepte. Denn bei ausländischen und inländischen Investoren stehen Hotelimmobilien derzeit hoch im Kurs.

Betreiber, Projektentwickler und Investoren diskutierten, präsentierten und tauschten sich dazu aus, welcher Markt am stärksten wächst, wie man den Wert eines Hotels langfristig sichert und welche Standorte, Marken und Konzepte Erfolgsgaranten sind.

Am ersten Kongresstag übernahm unser geschäftsführender Gesellschaft, Olaf Steinhage, den Vorsitz und ließ es sich nicht nehmen, die kleinen Geheimnisse der Branche und der Topreferenten auf eine nette Art zu hinterfragen. „Das macht nicht nur Spaß, sondern oft auch den Unterschied, wenn es darum geht, den Dingen auf den Grund zu gehen!“, so Steinhage.

Unser Prokurist, Jan Winterhoff  widmete sich in seinem Vortrag der Frage, wie Projekte Marken finden bzw. welche Standorte zu welchen Konzepten passen.  Er fand dazu folgende, zusammenfassende Antwort:

„Es drängen zum einen viele neue Produkte auf den Markt, zum anderen expandieren aber auch bestehende und etablierte Produkte weiter. Das führt dazu, dass es insbesondere in A-Lagen zu einem Wettbewerb um die besten Standorte kommt. Dabei ist die zentrale Lage nicht mehr nur der Grand-Hotellerie vorbehalten, denn aus immobilienwirtschaftlicher Sicht sind auch Budget Hotels starker Marken für Investoren und Projektentwickler immer interessanter. So kommt es, dass auch Budget-Produkte vermehrt in A-Lagen zu finden sind (Beispiele: Motel One City West, ibis Hotel Alster, Generator Hostel Hamburg Hauptbahnhof).“

Insgesamt haben wir unter anderem folgende Informationen aus den zwei Kongresstagen mitgenommen:

  • 2014 wurden Hotels im Wert von 3 Mrd. Euro ge- bzw. verkauft, was einen Anstieg von 80% gegenüber dem Vorjahr ausmacht; in 2015 haben bereits 1,5 Mrd. den Besitzer gewechselt
  • Investiert wird vor allem in A-Lagen in Metropolen und vor allem im 3- und 4-Sterne-Segment
  • Was Investitionen in Hotelimmobilien angeht, sind Banken offener als noch vor ein paar Jahren; dennoch stehen sie neuen (unerprobten) Konzepten nach wie vor kritisch gegenüber; ausschlaggebend sind immer die Lage und ein guter Standort, ebenso wie eine Anfangsrendite von mindestens 6%
  • Insgesamt ist ein hohes Angebotswachstum zu verzeichnen; München führt mit +8,8% bzw. +4.000 Betten in den nächsten zwei Jahren die Liste an; Frankfurt, Hamburg und Berlin liegen bei über fünf Prozent, Düsseldorf bei über vier Prozent;
  • Auch Sekundärstandorte holen auf, zum Beispiel Nürnberg und Stuttgart
  • Ausschlaggebend für das starke Bettenwachstum sind insbesondere die Franchise-Modelle der großen Ketten
  • Gleichzeitig ist die Übernachtungsnachfrage weiterhin steigend; München, Hamburg und Berlin gehören zu den Top15 in Europa;
  • Durch das für die nächsten Jahre prognostizierte, positive Wirtschaftswachstum in den europäischen Quellmärkten ist auch weiterhin mit einer steigenden Nachfrage zu rechnen

 

PS: Sie haben Jan Winterhoffs Präsentation verpasst oder möchten noch einmal einen Blick hineinwerfen? Kein Problem! Sie steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung:
Präsentation Jan Winterhoff beim 7. Deutschen Hotelimmobilienkongress 2015

PPS: Mehr Informationen zum Kongress finden Sie auf der Homepage der Conference Group. Und hier haben wir noch einen Artikel aus der Welt online verlinkt, der ein paar Ergebnisse vom Hotelimmobilienkongress aufgreift: Eine Milliarde Euro für neue Hotelprojekte in Hamburg

 

 

 

 

 

Ne’ Menge los bei hcb!

Die Zeit rast! Und vieles ist passiert:

Olaf Steinhage moderierte beim 2. Gewerbeimmobilientag Nord des BFWs eine spannende Diskussionsrunde und mit dabei waren Dietrich von Albedyll (Hamburg Tourismus GmbH), Michael Lutz (Ameron Hotel Speicherstadt), Harro Grimmer (MPP Meding Plan Projekt) und Gert Prantner (RIMC GmbH), welche sich zusammen der spannenden Frage “Wie viel Luxus verträgt der Hamburger Hotelimmobilienmarkt?” widmeten! Auch gab es Ende Mai eine hcb 10-Jahresfeier im Café am Neuen See, welche Harry Gatterer vom Zukunftsinstitut Österreich mit einer Rede – beziehungsweise Zukunftsgeflüster – bereicherte. Es war ein rauschendes Fest inklusive Jukebox, köstlichem BBQ und erfrischenden Drinks bei bestem Wetter!

hcb 10 Jahre – das Teamhcb 10 Jahre - das TeamHarry Gatterer auf der hcb 10-Jahresfeier (Danke an Zoe Spawton für die tollen Fotos)hcb 10 Jahre - Harry Gatterer - RedeUnd zum Ende noch interne Neuigkeiten: Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschieden wir uns demnächst von Alexandra, die sich nach zwei Jahren hcb neuen, spannenden Aufgaben im Süden Deutschlands bei der Hotelmarketing Gruppe widmen wird. Wir wünschen Dir alles Gute, Adieu und auf Wiederschauen… spätestens zur Wiesn!

WT.SH Hotelforum 2015

  • Wie entwickelt sich eigentlich die Hotellandschaft Schleswig-Holsteins?
  • Gibt es alternative Wege der Hotelfinanzierung?
  • Welche Aspekte sind für eine erfolgreiche Destinationsentwicklung zu beachten?
  • Und überhaupt: Welche Erfolgsfaktoren bestimmen meine Produktentwicklung?

Antworten auf diese spannenden Fragen lieferte das „Hotelforum Schleswig-Holstein 2015“ der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein in der IHK zu Flensburg. Die rund 100 Teilnehmer aus Politik, Finanzwesen und Hotel- und Tourismuswirtschaft wurden in praxisnahen Vorträgen in die Welt der Produkt- und Destinationsentwickler mitgenommen.

WTSH-hotelforum-2015Zum Auftakt referierte Herr Reinhard Meyer, Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie über den Hotelstandort Schleswig-Holstein – und resümierte, dass insbesondere ansprechende Lifestyle Hotelprodukte im Kommen sind. Frank Behrens, Projektleiter Tourismus der WTSH und Initiator der Veranstaltung, sprach anschließend über die Herausforderungen (und Chancen!) von Hotelansiedlungen.

Wir freuen uns besonders, dass wir mit den 15 Jahren Berufs- und Praxiserfahrung von hcb Prokurist Jan Sönnichsen an der Schnittstelle von Produkt- und Destinationsentwicklung einen Beitrag zu dieser interessanten Veranstaltung leisten konnten. Er beleuchtete anhand von Beispielen mögliche Strategien sowie Erfolgskonzepte von Destinationen und Hotelprodukten in Schleswig-Holstein und Deutschland.

Jan Soennichsen WT. SH VortragWeiter ging es mit innovativen Hotelkonzepten und –produkten in der Region, wie dem Hafenhotel Meereszeiten Heilgenhafen, dem Hotel Wittensee Schützenhof sowie dem Hotelprojekt Küstenperle Büsum!

Mit dem Fazit, dass Destinations- und Produktentwickler in einem Boot sitzen, ging ein inspirierender Tag zu Ende.

Wir danken dem WT.SH und Herrn Behrens herzlich für das Ausrichten dieser interessanten Veranstaltung – und kommen gerne nächstes Jahr wieder!

Das (?!) Hotel der Zukunft

Olaf Steinhage auf der Fachtagung des BIISNeben Ursula Kriegl (JLL), Wolfgang Gattringer (Fairmas), Martina Fidlschuster (Hotour), Dr. Peter Ebertz (Art-Invest), Marc P. Werne (Lovells), Reiner Nittka (GBI) sowie Philipp Gloeckler (WHY own it) wurde hcb-Geschäftsführer Olaf Steinhage gebeten auf der BIIS-Fachtung HOTels am Dienstag als Referent einen Vortrag zu halten. Er wagte einen Blick in die Kristallkugel und versuchte die Frage „Was sind die Hotelkonzepte der Zukunft zu beantworten?“. Um jedoch Aussagen über die Zukunft zu treffen, musste er erst in die Vergangenheit zurückblicken. Und so fing er mit einer Reise durch die Hotellerie an. Von Posthotels, Herbergen und Inn’s über Landgasthöfe bis hin zu Kur- und Grandhotels. Um nach dem Aufstieg der Systemhotellerie (ab den 70er Jahren) und den Design-Budget-Hotels (ab den 2000er) in der Gegenwart zu landen! Hier zeigte er den 120 Teilnehmer aus Fonds, Pensionskassen und Banken allerhand Konzepte, wie z.B. das ACE Hotel in New York, die Generator Hostels, die Adina Apartments, das a-ja Resort in Warnemünde sowie die Motel Ones! Sein Argument? Die gegenwärtige Hotellerie ist facettenreich und differenziert!

Wieso es so wichtig ist ein ausgeklüngeltes, zielgruppenscharfes Konzept zu haben, zeigte er mit einem Blick auf die Projekt-Pipeline der kommenden Jahre:

Projekt Pipeline HotellerieQuelle: Tophotelprojects; Darstellung: hcb

Bei diesem Volumen kann es also nicht schaden seine Zielgruppe und die Megatrends der kommenden Jahre zu kennen! Angefangen vom demografischen Wandel, der Globalisierung & Urbanisierung, der wachsenden Mobilität sowie Individualisierung, den Trendfeldern Gesundheit, Neo-Ökologie… Megatrends in der HotellerieDarstellung: hcb

Anhand von diesen Megatrend-Entwicklungen zeigte er, dass es wohl kaum EIN Hotel der Zukunft geben wird, sondern sowohl das standardisierte Budgethotel, als auch das personalisierte Design-Hostel. Sowohl das temporär verfügbare Apartment in Berlin oder New York, sowie das auf Flächeneffizienz und Personalkosten optimierte Drei-Sterne-Hotel. Ein Zukunftsszenario malte er jedoch ein wenig ausführlicher aus:

Ein Hotel, ein Ort, der die Menschen in ihm bewegt, berührt, begeistert, sowohl den tech-affinen als auch den Ruhe suchenden Gast bedienen kann. Einen Ort, der nicht nur designt sind, sondern wo der Gast auch „Sein“ kann. Eine Marke, die die Zielgruppe haarscharf anspricht, eine Lobby mit Deli, Platz zum Arbeiten und abendlichen Konzerten. Ein Frühstück mit regionalen Produkten, einem Hotelmitarbeiter der lokale Insider-Tipps geben kann. Eine virtuelle Präsenz, die sofort einlädt zu verreisen. Ich packe schon einmal meine Koffer…

Einladung zur BIIS Fachtagung

Schon etwas am 21. April vor? Wenn nicht, können Sie sich noch bis zum 16. April zur Fachtagung HOTels des BIIS (Bundesverband der Immobilien-Investment-Sachverständigen e.V.) anmelden. Werfen Sie hier einen Blick ins Programm! Wie man sehen kann: hcb-Geschäftsführer Olaf Steinhage wird auch da sein und einen Vortrag halten, welcher die spannende, fast unlösbare Frage stellt: Was sind die Hotelkonzepte der Zukunft?

Noch haben wir gut eineinhalb Wochen Zeit über diese Frage nachzugrübeln, dann präsentiert er die Antwort(en) am 21. April im NH City Hotel Frankfurt! Für alle, die es nicht zu der Veranstaltung schaffen, wird es danach selbstverständlich hier auf unserem Blog einen Rückblick geben.

5-Tage-Marathon

IHIF, ZIA und ITBDie erste Woche im März ist angekommen! Und mit ihr der IHIF, die ZIA-Hotelimmobilienplattform sowie die ITB mit dem Hospitality Day! Was erwartet uns also in den kommenden Tagen?

Ab heute bis Mittwochmittag können wir auf dem IHIF 2015 im InterContinental Berlin spannenden Vorträgen lauschen, wie zum Beispiel der Diskussionsrunde „Global investors from around the world investing in Europe“, unter anderem mit Russell Kett, Chairman des HVS – London Office, Michael Goodson, Head of Hospitality der Abu Dhabi Investment Authority, Mark Finney, Head of Hotels & Resorts Consulting von Colliers International und Cody Bradshaw, Senior Vice President und Head of European Hotels der Starwood Capital Group. Diese werden gemeinsam evaluieren wer derzeit was kauft und wo investiert, wie der Entscheidungsprozess hierfür ist und die langfristige Strategie der Investoren und Hotelgruppen.

Weiter geht es mit dem Thema „Colliding Megatrends: Innovation, Disruption & Sharing – The challenge of change“, wo u.a. Chip Conley, Head of Global Hospitality & Strategy von Airbnb berichten wird, was die Megatrends für sein Unternehmen bedeuten, die Risiken und Herausforderungen welche diese mit sich tragen aber auch die einzigartigen Chancen welche durch sie geboten werden.

Am Dienstag sollte man den CEO Panel nicht verpassen: “What has changed since we last met?” Diese Frage werden sich Sébastien Bazin (Accor), Stephen P. Joyce (Choice Hotels International), David Kong (Best Western International), Gerald Lawless (Jumeirah Group) und Arne M. Sorenson (Marriott International, Inc.) stellen! Außerdem freuen wir uns auf das Thema „Innovative developments and adding the wow factor: Case study on developments that are different.” Hier werden die Marken Zoku, Mama Shelter, die Ace Hotel Group und die Generator Hostels vorgestellt.

Am Mittwoch sind wir dann selber dran. In der In-Round Session wird Olaf Steinhage zusammen mit Wolfgang Gattringer von der Solutions Dot WG das Thema „How the sharing economy is changing the face of the hotel industry and why you need to be part of it!” spielerisch – im wahrsten Sinne des Wortes – beleuchten. Der neue “shareconomic” Trend treibt ohne Frage auch die touristische Entwicklung heftig voran. Kann die Hotellerie da überhaupt noch mithalten? Was sind die Chancen? Und wie greift man am besten und am erfolgreichsten nach ihnen? Wir werden am Donnerstag hier auf unserem Blog ein White Paper mit dem Titel Collaborative Consumption cross-examined: How the sharing economy is changing the face of the hotel industry zum Thema veröffentlichen, welches vielfältige und auch kreative Antworten auf diese Fragen gibt!

Gleich im Anschluss zum IHIF findet dann die 15. Sitzung der ZIA-Hotelimmobilienplattform statt. Hier werden u.a. Cornelia Kausch und Jacob Rasin von der schwedischen Pandox AB erzählen wie sie vom Hotelinvestor zum Owner-Operator wurden. Wir sind gespannt!

Am Donnerstag geht’s dann auf die ITB. Hier hat Maria Pütz-Willems von der hospitalityInside mal wieder ein echtes WOW-Programm auf die Beine gestellt! Und feiert gleichzeitig auch noch 10-jähriges Bestehen. Wir gratulieren! Wir freuen uns u.a. auf die Runde mit Emile Bootsma, Managing Director des Hotel Adlon Kempinski Berlin, Dina Soliman, Director Brand Management Europe der InterContinental Hotels Group und Michael Struck, CEO der Ruby Hotels, welche darüber reden werden wie Luxus & Lifestyle sowie Budget & Lifestyle das klassische Hotel-Muster auf den Kopf gestellt haben. Auch interessant wird der letzte Beitrag des Tages mit dem Thema „IT übernimmt Hotellerie: Wie Software und Internet-Distributeure die Branche durcheinanderwirbeln“.

Am Freitag schlendern wir dann noch über das Messegelände und schauen uns den einen oder anderen der 11.000 ITB-Aussteller an!

Und dann?

Durchatmen, es ist geschafft!

Hotellerie neu denken

Interessante Vorträge, spannende Workshops und viel zu entdecken gab es auch dieses Jahr wieder beim Deutschen Hotelkongress 2015 mit angeschlossener Hotel-Expo im Maritim Hotel Berlin. Ob zum Inspirationen sammeln oder um Erfahrungswerte unter Kollegen auszutauschen… auch hcb war natürlich wieder mit an Bord.

Unter dem Motto „Hotellerie neu denken“ folgten wir am ersten Tag des Kongresses unter anderem gespannt den Ausführungen von Katja Leveringhaus und Jürnjakob Reisigl über die Entwicklung der Explorer Hotels und dem Vortrag von Jens Sroka zum Thema zielgruppengerechte Ansprache am Beispiel des Beach Motels in St. Peter Ording. Das sein Hotel seiner Zielgruppe gefällt, macht sich an den Zahlen bemerkbar: 92,3% Belegung und eine Durchschnittsrate von 98,60€ in 2014! Danach lieferten sich Sroka, Otto Lindner (Lindner Hotels), Puneet Chhatwal (Steigenberger Hotel Group) sowie Richard Vogel (DSR Hotel Holding u.a. A-ROSA) eine angeregte Debatte über nötige und mögliche Veränderungsprozesse (hierzu zitierte Puneet den griechischen Philosophen Heraklit “There is nothing more constant than change.“), die richtige Zielgruppenansprache und die Positionierung von Hotels – ob mit dem Konzept „ein Bett ohne alles“, Relaunch-Ambitionen oder dem Mut zur Veränderung (“Man muss auch mal alte Zöpfe abschneiden” – Richard Vogel über das a-ja Produkt): spannende Meinungen wurden geteilt und diskutiert.

Ein Impulsvortrag von André Klein, Geschäftsführer Kreation bei Scholz & Friends Hamburg, rüttelte mit dem Slogan „Kopf aus, Herz an“ auf und gab inspirierenden, branchenexternen Input. Er apellierte an alle Hoteliers komplexe Konzepte im Endeffekt immer auf einen emotionalen Kern zu reduzieren. Emotional war auch der Abschluss des ersten Tages: Welt-Hotelier Horst Schulze, Gründer von The Ritz-Carlton und CEO der Capella Hotel Group, gab Einblicke in sein Leben und seine beeindruckende Arbeit! Zurecht wurde ihm am Abend auf der Gala im InterContinental Hotel der Special Award für sein Lebenswerk verliehen. Wir gratulieren!

Diskussionsrunde - Erfolgreiche Positionierung in der HotellerieSroka, Lindner, Chhatwal und Vogel diskutierten über eine erfolgreiche Positionierung in der Hotellerie

Kopf aus, Herz an!André Klein, Geschäftsführer Kreation Scholz & Friends Hamburg, sprach über emotionale Marken

Erfahrungen eines Welt-HoteliersHorst Schulze im Gespräche mit André Witschi

Der zweite Tag des Kongresses folgte mit interessanten Fachkongressen und Workshops, unter anderem zu den Themen Personalmanagement, Social Media sowie Pricing und Vertrieb in der Hotellerie. Besonders spannend: Mark Semmler, IT-Profi, wies durch Live-Hacking auf der Bühne auf die Sicherheitsproblematiken 3.0 hin.

Alles in allem überzeugte der Hotelkongress 2015 auch dieses Jahr wieder mit wertvollem Input aus der Branche!

Nicht zu vergessen ist ein besonderes Highlight: Der Usedomer Hotelbetreiber Rolf Seelige-Steinhoff, geschäftsführender Gesellschafter der Seetel Hotelgruppe, ist Hotelier des Jahres 2015 geworden! Auch für uns ist dies eine besondere Freude und Ehre – dank des Projekts Hotel Kaiserstrand Bansin, bei dem hcb die Seetel-Gruppe mit Leistungen in der Projektsteuerung und des Projektmanagements unterstützt, arbeiten wir eng mit dem Branchenexperten zusammen. Herzlichen Glückwunsch, Herr Seelige-Steinhoff!

Grün, grün, grün, sind alle meine …

Ein Gastbeitrag von Robert Grundmann, Praktikant bei hcb

Ende letzten Jahres wurde Olaf Steinhage von der Deutschen Hypothekenbank gebeten einen Vortrag über Nachhaltigkeit und Zertifizierungssysteme in der Hotellerie zu halten – ein Thema, über welches er schon 2011 auf dem Deutschen Hotelimmobilienkongress referierte und welches seitdem noch mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird. Denn das Nachhaltigkeit auch in Zukunft ein elementarer Faktor in der Hotellerie und bei der Entwicklung von Hotelimmobilien sein wird, ist klar! Angesichts schwindender Ressourcen, Umweltkatastrophen und Krankheiten bedingt durch modernen Lebenswandel, stimmen Nachrichten von „grünen“ Alternativen hoffnungsvoll.

Vorreiter und best-practice Beispiele gibt es schon mehr als eine Handvoll, zum Beispiel das Holzhotel Forsthofalm im Salzburger Land, das sich bei der Wahl zur Hotelimmobilie 2014 gegen viele renommierte, große Konkurrenten durchgesetzt hat (siehe Blogbeitrag hotelforum 2014). Ein Beispiel, welches in seiner Konsequenz beeindruckt, denn zusätzlich zum „gewohnten“ Fokus auf lokale Produkte in der Gastronomie, ist Familie Widauer beim Bau noch einen Schritt weiter gegangen. Das 21 Zimmer umfassende Haus, samt 1.000 qm Spa, Sauna und Dachpool, ist komplett aus lokal geschlagenem Zirbelholz, das ausschließlich leimfrei mit 210.000 Holzdübeln verbunden wurde. Die Wärmegewinnung aus Holzschnitzeln aus dem örtlichen Sägewerk sowie Solaranlagen sorgen für eine niedrige Energiebilanz, und bescheren einen finanziellen Vorteil, der die höheren Baukosten mittel- bis langfristig herausspielt.

Dass Nachhaltigkeit nicht nur in der Ferienhotellerie möglich ist, zeigt das Boutiquehotel Stadthalle Wien. Als weltweit erstes Nullenergiehotel verwendet das 3-Sterne-Haus kompromisslos alle aktuellen Technologien zur Ressourcenschonung. Durch Verzicht auf bekannte Stromfresser wie Minibar und Klimaanlage, sowie einem ausgeklügelten energetischen Konzept, steht dem ökologischen Betrieb eigentlich nur noch eines im Weg – der Gast. Der muss nämlich mitspielen, so manche Angewohnheit ablegen und ein Stück weit auf bekannten Komfort verzichten.

Und da kommen wir zu der Krux. Laut der aktuellen, repräsentativen Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR), wollen viele Deutsche ihre Urlaubsreise zwar nachhaltig gestalten (61%). Und auch Ökologische- (31%) sowie Sozialverträglichkeit (38%) nehmen einen bedeutenden Stellenwert ein. Jedoch für über die Hälfte derer, denen Nachhaltigkeit wichtig ist, sind eventuelle Mehrkosten ein Hemmnis, ganz zu schweigen davon, dass passende Angebote fehlen, oder mangelnde und unübersichtliche Informationen den hehren Zielen einen Strich durch die Rechnung machen. So ist lediglich jeder Achte wirklich bereit mehr Geld auszugeben, während ein Drittel es ausschließt.

Wer nun, allen Unkenrufen zum Trotz, diesen guten Beispielen folgen möchte und sein Wohl in Zertifizierungen sucht, sieht oft den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Selbst die großen internationalen Zertifizierungssystem BREEAM, LEED und DGNB sind bestenfalls nur schwer miteinander zu vergleichen und setzen zum Teil verschiedene Schwerpunkte. Beispielsweise werden Bau- und Planungsprozesse beim deutschen DGNB als wichtiges Einzelkriterium beachtet; der Punkt Energie spielt allerdings eine vergleichsweise kleine Rolle. Ein Leitfaden ist hier zum Beispiel das Buch „Simply Green – Eine Kurzanleitung zu Umwelt- und Energie-Zertifizierungssystemen für zukunftsfähige Gebäude“ der Swegon Air Academy (vorgestellt in tab 4/2014).

Da sich aber, wie Eingangs schon bemerkt, einfach etwas ändern muss, und nachhaltige Gebäude in der Zukunft z.B. dank besserer Energieeffizienz fungibler sein werden, ist Verweigerung obschon der Verwirrung keine Option mehr. Eine Planung mit kompetenten Partnern und konkreten Vorstellungen, die Nachhaltigkeitsaspekte schon im Vornherein involviert, verspricht Erfolg und nur gemäßigte Mehrkosten.

Abschließend kann nur noch festgehalten werden, dass jeder einzelne Verantwortung trägt und Veränderung generieren kann. Und egal wie sehr wir uns an Zertifizierungen und guten Absichten festhalten, stellen sich trotzdem sehr unangenehme Fragen über unser aller Lebenswandel und Konsumverhalten: Trotz der effizientesten Sparspülung und Durchlaufbegrenzern stellt sich mir z.B. die Frage wie lange wir noch Trinkwasser zum Spülen der Toiletten, zum Duschen und Wäschewaschen verwenden können. Geht es mittags in der Kantine nicht auch mal fleischlos? Angesichts der Tatsache, dass die Viehwirtschaft in etwa so viele Treibhausgase wie der gesamte Verkehrsbereich produziert, und von anderen Umweltbelastungen ganz zu schweigen, eine Überlegung, die nicht nur Tierliebhaber machen sollten. Die Aktion KlimaTeller des GreenFlux e.V. setzt bei dieser Problematik an und wurde für seine Anstrengungen 2013 mit dem Qualitätssiegel der Werkstatt N vom Deutschen Nachhaltigkeitsrat ausgezeichnet.

Und für den, der seinen Urlaub so umweltverträglich wie möglich gestalten möchte, bietet die Plattform bookdifferent.com eine Anlaufstelle. Hier kann der Gast gezielt nach Hotels mit Öko-Labels suchen und Informationen über die Verträglichkeit des Tourismus  an der gewünschten Destination erhalten. Die Hälfte der Provision wird übrigens an einen, von über 1.000 zur Wahl stehenden, wohltätigen Zweck gespendet.

hcb richtet das 266. Immobilienforum aus

Immobilienforum ReferentenDie Referenten des 266. Immobilienforum: Christoph Hoffmann (l.o.), Michael Wünsch (r.o.), Willy Weiland (l.u.), Olaf Steinhage (r.u.)

Seit mehr als 20 Jahren agiert das Immobilienforum in Berlin als Katalysator für spannende Gespräche, heiße Podiumsdiskussionen und Treffpunkt für Entscheidungsträger der Berliner Immobilienbranche. Vergangenen Mittwoch wurde es zum 266. Mal ausgetragen und hcb agierte als Organisator des Events. Als Location wählten wir eins unserer renommiertesten Projekte in Berlin: das 25hours Hotel Bikini Berlin am Zoofenster. Denn was könnte für die Mitglieder und Gäste des Immobilienforums spannender sein als eins der hippsten Hauptstadt-Hotels an einem interessanten, aufstrebenden Standort kennenzulernen?

Olaf Steinhage nahm die Gäste zuallererst mit auf einen kleinen Spaziergang durch Berlins Hotellandschaft. Neben den neuesten Hotelkonzepten präsentierte er auch die aktuellen Übernachtungs- und Auslastungszahlen der Hauptstadt. Dies bot den perfekten Übergang zum ersten Referenten des Abends: Willy Weiland, Präsident der DEHOGA Berlin, welcher nicht nur eine eindeutige Antwort auf die Frage „Wieviele Hotels verträgt Berlin?“ bot*, sondern auch welche positiven Auswirkungen die Olympiade auf die Stadt haben würde und, dass dieses Event von jedem begrüßt werden sollte. Den Übergang zu Christoph Hoffmann, Geschäftsführer der 25hours Hotel Company, und Michael Wünsch, Direktor des 25hours Hotel Bikini Berlin, bot die Frage, ob Hotels Katalysatoren für die Stadtentwicklung sein können. Mit ihrem Hotel am Zoofenster, welches Teil der Gesamtentwicklung des Bikini Berlins ist, haben sie das Viertel wiederbelebt – der Puls schlägt nun sehr viel schneller gegenüber der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche. Behind the Scenes Einblicke bekamen die Gäste anschließend bei einer Hausführung. Der Abend klang dann bei Drinks und Finger Food in der Bikini Island fröhlich aus.

*Antwort: es gibt noch viel Raum nach oben, vor allem für Konzepte wie das 25hours Hotel

Die Bikini Island vor dem Ansturm

Willy Weiland auf dem 266. ImmobilienforumWilly Weiland über den Berliner Hotelmarkt

Christoph Hoffmann und Michael Wünsch auf dem 266. Immobilienforum Christoph Hoffmann und Michael Wünsch sprechen über die 25hours Hotel Company und das 25hours Hotel Bikini Berlin

Vortrag: Jan Winterhoff spricht vor Architekturstudenten über das Thema Hotelprojektentwicklung

Beuth Hochschule für Technik Jan Winterhoff, Consultant und Projektmanager bei hcb, hatte kürzlich die recht spontane Gelegenheit einen Vortrag zum Thema „Hotelprojektentwicklung“ vor den Studenten des Masterstudiengangs Architektur der Beuth Hochschule für Technik in Berlin zu halten.

Jan Winterhoff - Consultant bei hcb Ziel des Vortrages war es, den Studenten die Grundlagen der Hotelprojektentwicklung zu vermitteln. Auslöser war dabei die Anfrage von Prof. Dipl.- Ing. Peter L. Arnke (AHM Architekten), dessen Studenten derzeit im Rahmen einer Projektarbeit für einen konkreten Standort im Norden Berlins ein städtebauliches Konzept entwickeln. Neben den Schwerpunkten Wohnen und Einzelhandel soll dabei auch ein Hotel geplant werden!

Vor diesem Hintergrund ging der Vortrag zunächst auf den Hotelmarkt Deutschland, aktuelle Megatrends und deren Auswirkung auf Hotelkonzepte sowie den Einfluss der standardisierten Markenhotellerie auf die Architektur ein. Darauf aufbauend wurde der klassische Weg einer Projektentwicklung von der Idee bis zur Eröffnung skizziert und den Studierenden die Wichtigkeit einer fundierten Grundlagenanalyse nahegebracht. Am Beispiel eines standardisierten 3-Sterne Hotelproduktes wurden dann noch die wesentlichen Funktionsbereiche eines Hotels von Lager- und Technikflächen über Anforderungen an F&B-Outlets bis hin zu den Zimmertypen dargestellt. Die wichtigsten immobilienwirtschaftlichen Kennzahlen erhielten die Studenten als Handout.

Auf dieser Grundlagen wurde dann der konkrete Projektstandort aus hotelfachlicher Sicht betrachtet und mögliche Konzeptansätze mit den Studenten diskutiert. Anschließend sprachen Professor Arnke und Jan Winterhoff mit den Studierenden über den Arbeitsstand ihrer Entwürfe und gaben Tipps und Anregungen für die weitere Entwicklung.

 

Haben Sie auch Interesse an einem Vortrag für Ihre Studenten, Mitarbeiter oder Kunden zum Thema Hotelprojektentwicklung oder einer konkreten Fragestellung? Kontaktieren Sie gerne Alexandra Herget (a.herget@hospitalitycompetence.com).

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